Leserbrief: Steh-Greif-Kabarett in Olafs Werkstatt

Leserbrief: Steh-Greif-Kabarett in Olafs Werkstatt

Thomas Kreimeyer war in Olafs Werkstatt zu Gast. Und genauso ist es: er greift sich die Leute und redet mit ihnen und macht damit die verrücktesten Sachen. Gleich zu Beginn stellte er einen Wecker: wenn es klingelt, ist Pause. Ich kann hier nur einige Bonmots abliefern. Aber es war schon genial, wie er die verschiedensten Gesprächsergebnisse miteinander verknüpfte. Ist das Ihre Frau? Oh, wie lange er überlegt. Kein Wunder, sie hat sich auch etwas weggesetzt. Wann haben Sie denn Ihren Mann das letzte Mal gesehen? -Gestern früh. – Was arbeiten Sie denn? – Bin LKW gefahren. – Sind Sie denn zusammen gefahren?

Zum nächsten: Wo kommen Sie denn her? – Aus Zernitz. – Und was machen Sie so? – Wir feiern Feste. – Was denn für Feste? – z.B. Das Bahnhofsfest. – Sponsort das die Deutsche Bundesbahn, denn sooft ich mit der Bahn fahre, gibt es da keinen Grund zum Feiern. – Nein, es gibt keinen Bahnhof mehr. – Wann hat denn der letzte Zug gehalten? – 1993. – Na, wenn Sie den verpasst haben, haben Sie wohl Pech gehabt. Aber es fährt doch wenigstens ein Bus? – Ja. – Feiern Sie denn ein Busfest? – Nein. – Na, da würde ich mal drüber nachdenken.

Es war aber auch ein tolles Publikum. Denn ohne die Mithilfe der Gäste gibt es kein Kabarett Programm. Und das ist bei Thomas Keymeier immer anders, weil ja immer andere Menschen im Programm sitzen. Am Ende sagte er zum ausverkauften Saal, was er eigentlich hier mache. Er wolle mit den Menschen witzig und geistreich kommunizieren., denn es wird nicht mehr soviel miteinander geredet wie früher. Und das war ihm mal wieder grandios gelungen.

Friedhelm Schottstädt am 03. November 2018